{"id":228,"date":"2025-11-10T09:11:44","date_gmt":"2025-11-10T08:11:44","guid":{"rendered":"https:\/\/xn--elmgrn-7ya.de\/?p=228"},"modified":"2025-11-19T19:26:04","modified_gmt":"2025-11-19T18:26:04","slug":"vom-tellerwaescher-zum-millionaer-ist-dieser-traum-inzwischen-gestorben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/xn--elmgrn-7ya.de\/?p=228","title":{"rendered":"Vom Tellerw\u00e4scher zum Million\u00e4r &#8211; ist dieser Traum inzwischen gestorben?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Aussage von Friedrich Merz zum \u201eStadtbild\u201c im Zusammenhang mit Migration hat eine intensive und kontroverse Debatte in Deutschland ausgel\u00f6st. In welchem Land wollen wir zuk\u00fcnftig leben, und wie sollten wir uns diesbez\u00fcglich im Landkreis Helmstedt aufstellen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kritiker sahen in Merz seiner vagen Formulierung und der Verkn\u00fcpfung mit R\u00fcckf\u00fchrungen eine pauschale Kriminalisierung von Menschen, die als \u201enicht wei\u00df\u201c oder \u201emigrantisch\u201c wahrgenommen werden. Soziologen bezeichneten die Aussage als eindeutig rassistisch, da sie \u201eein wei\u00dfes deutsches Stadtbild\u201c als Norm impliziere. Viele Menschen und Institutionen kritisieren, dass Merz die Probleme des \u00f6ffentlichen Raumes, wie zum Beispiel Armut, Drogensucht und soziale Missst\u00e4nde, auf Migration einengt und damit von komplexeren Ursachen ablenkt. Wie will man Missst\u00e4nde angehen, wenn man nur oberfl\u00e4chlich schaut und lieber nach unten tritt? \u00d6konomen warnen vor erheblichen wirtschaftlichen Sch\u00e4den, da solche \u00c4u\u00dferungen Deutschland f\u00fcr dringend ben\u00f6tigte Fachkr\u00e4fte unattraktiv macht!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotzdem befindet sich Merz in guter Gesellschaft, was seine \u00c4u\u00dferungen zur Migration anbelangt. Donald Trump hat einen radikalen, umfassenden Kurswechsel in der Migrationspolitik eingeleitet, der auf eine drastische Reduzierung der Einwanderung abzielt. Unter anderem soll das gesamte legale Einwanderungssystem auf eine st\u00e4rkere Leistungs- und Verm\u00f6gensorientierung ausgerichtet werden und damit die legale Zuwanderung in den kommenden Jahren halbiert werden. Ins Land d\u00fcrfen nur Menschen, die \u00fcber entsprechendes Kapital verf\u00fcgen. Ist damit der amerikanische Traum vom Tellerw\u00e4scher gestorben? Wie will man eine Gesellschaft voranbringen, wenn man diese immer wieder mit Worten spaltet, jeden Tag ein wenig mehr? Nur gemeinsam kann man ambitionierte Ziele erreichen. Waren in Deutschland beim \u201eWirtschaftswunder\u201c in den 50er- und 60er-Jahren nicht ma\u00dfgeblich Gastarbeiter am wirtschaftlichen Erfolg beteiligt? Gerade in dieser Region haben wir erheblich von der Zuwanderung profitiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gibt es \u00fcberhaupt noch eine reale Chance, auch jetzt noch Ideen in Kapital umzuwandeln? Tuyen Pham kam vor \u00fcber 20 Jahren als vietnamesisches Fl\u00fcchtlingskind nach Deutschland. Heute erwirtschaftet er mit seinen Restaurants in Berlin und Hamburg viel Geld, welches er auch in andere Wirtschaftszweige investiert. Damit wurde er als Fl\u00fcchtling zu einer wichtigen St\u00fctze unserer Gesellschaft. Mit seinen Steuerzahlungen werden \u00f6ffentliche Aufgaben finanziert und wahrgenommen. St\u00e4dte und Gemeinden profitieren von den Einnahmen der Gewerbesteuer. Gibt es \u00e4hnliche Erfolgsgeschichten auch in unserer Region? Nat\u00fcrlich \u2013 Ijad Madisch ist zum Beispiel ein deutscher Virologe, dessen Eltern 1964 von Syrien nach Deutschland kamen. Er wurde 1980 in Wolfsburg geboren. Er erkannte den Missstand, dass der Austausch zwischen Forschern oft schwierig und langsam war. Obwohl sein Professor ihm von der Idee eines Netzwerks f\u00fcr Forscher abgeraten hat, gr\u00fcndete er &#8222;ResearchGate&#8220; und wurde daf\u00fcr mit dem \u201eDeutschen Gr\u00fcnderpreis\u201d und dem \u201eDeutschen Unternehmerpreis\u201c ausgezeichnet. Diese Menschen sind das Stadtbild, das schon lange vielseitig und bunt in Deutschland ist. Bei allen Problemen in diesem Land sollten wir uns dieser M\u00f6glichkeit nicht berauben!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Beispiele sollten wir uns als Vorbild nehmen und alles daf\u00fcr tun, dass Integration gelingen muss. Letztendlich ben\u00f6tigt dieses Land aber nicht nur Gesch\u00e4ftsleute, sondern viele Wirtschaftszweige sind in unserem Land auf Ausl\u00e4nder und Migranten angewiesen. Diese Abh\u00e4ngigkeit nimmt aufgrund des demografischen Wandels, gerade in unserer Region, weiter zu. Laut den Prognosen des \u201cStatistischen Bundesamtes\u201d und Studien von Wirtschaftsforschungsinstituten, wie dem \u201cInstitut der deutschen Wirtschaft\u201d, w\u00fcrde die Zahl der Menschen im erwerbsf\u00e4higen Alter (15 bis 65 Jahre) ab 2030 kontinuierlich um mehrere Millionen sinken. Wir d\u00fcrfen also nicht weiter unsere Augen vor diesen Fakten verschlie\u00dfen. Wenn es um das Wohl und die Leistungsf\u00e4higkeit unseres Landes geht, darf nicht zwischen \u201eWir\u201c und \u201eDie\u201c unterschieden werden! Wir m\u00fcssen endlich wieder gemeinsam die \u00c4rmel hochkrempeln und ein zweites Wirtschaftswunder schaffen. Schon 2021 habe ich mich als Kommunalpolitiker daf\u00fcr eingesetzt, dass Sch\u00f6ningen zum \u201csicheren Hafen\u201d wird. Das bedeutet, dass sich die Stadt bereit erkl\u00e4rt, aus Seenot gerettete Menschen aufzunehmen \u2013 \u00e4hnlich wie bei der Verteilungsquote f\u00fcr Schutzsuchende. Laut Langzeitstudie des \u201cInstituts f\u00fcr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)<strong>\u201d<\/strong> hat sich die Besch\u00e4ftigungsquote dieser Menschen in den Jahren stark verbessert. Es muss weiter daran gearbeitet werden, dass Migranten so schnell wie m\u00f6glich einen Job bekommen und diesen \u00fcberhaupt ergreifen d\u00fcrfen. Wir sollten diese M\u00f6glichkeit als Chance und nicht als Bedrohung f\u00fcr unseren Landkreis sehen! Letztendlich kann Jede und Jeder dazu beitragen, dass Integration gelingt. Die Leistungsf\u00e4higkeit vieler Wirtschaftszweige kann dadurch nur verbessert werden und das k\u00f6nnte ein Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zu vielen anderen Mitbewerbern sein, wenn es um das Ansiedeln neuer Arbeitgeber hier vor Ort geht&#8230; Nutzen wir endlich diese Chance, anstatt st\u00e4ndig alles schlechtzureden und Gr\u00fcnde daf\u00fcr zu suchen, etwas nicht zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(c) Lars Marschalleck. Dieser Beitrag wurde ebenfalls auf der Homepage <a href=\"http:\/\/www.lars-marschalleck.de\">www.lars-marschalleck.de<\/a> ver\u00f6ffentlicht.<br><br>Die Redaktion von ElmGr\u00fcn ver\u00f6ffentlicht diesen Beitrag als pers\u00f6nlichen Standpunkt des Autors. Er soll zur Diskussion und Reflexion anregen.<br><br><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Aussage von Friedrich Merz zum \u201eStadtbild\u201c im Zusammenhang mit Migration hat eine intensive und kontroverse Debatte in Deutschland ausgel\u00f6st. 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